"Der zerbrochne Krug" im Lessingtheater
Am Mittwoch besuchten wir, die Klasse E11, das Lessingtheater in Wolfenbüttel, um das Theaterstück „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist zu sehen.

Schon beim Betreten des Theaters war die Vorfreude spürbar - schließlich stand nicht nur ein kultureller Ausflug, sondern auch ein abiturrelevantes Werk auf dem Programm.
Im Mittelpunkt des Stücks steht Dorfrichter Adam, der ausgerechnet selbst in einen Vorfall verwickelt ist, über den er eigentlich Recht sprechen soll. In einer Gerichtsverhandlung über einen zerbrochenen Krug versucht er zunehmend nervös, die Wahrheit zu verschleiern und den Verdacht von sich abzulenken. Doch je länger die Verhandlung dauert, desto mehr verstrickt er sich in Widersprüche. Schritt für Schritt kommt ans Licht, dass ausgerechnet der Richter selbst alles andere als unschuldig ist.

Durch die lebendigen Dialoge, die Situationskomik und die überraschenden Wendungen bleibt das Stück nicht nur spannend, sondern wirft auch Fragen über Moral, Gerechtigkeit und Macht auf.
Besonders überzeugend war die schauspielerische Leistung: Die Figuren wurden mit viel Ausdruck und Gespür für Humor dargestellt, sodass wir die absurden und zugleich ernsten Momente intensiv miterleben konnten.
Auch das Bühnenbild trug zur gelungenen Inszenierung bei und machte die dörfliche Gerichtsszene anschaulich und authentisch.
Insgesamt war der Theaterbesuch eine bereichernde Erfahrung und ein gelungener Ausflug, der Literatur auf lebendige Weise erfahrbar machte.







